Wie die Geschwister Rat hielten – Emanuel Geibel

Wie die Geschwister Rat hielten Jünglings Zorn und Lieben ist Flamm’ in Stroh und Dorn, Doch wie glühend Eisen ist Greises Lieb’ und Zorn: Das…

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Unter der Loreley – Emanuel Geibel

Unter der Loreley Wie kühl der Felsen dunkelt Hernieder in den Rhein! Kein Strahl der Sonne funkelt Im grünen Wasserschein. Es kommt im Windesweben Ein…

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Siehst du das Meer – Emanuel Geibel

Siehst du das Meer Siehst du das Meer? Es glänzt auf seiner Flut Der Sonne Pracht; Doch in der Tiefe, wo die Perle ruht, Ist…

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O schneller mein Roß, mit Hast, mit Hast… – Emanuel Geibel

O schneller mein Roß, mit Hast, mit Hast… O schneller mein Roß, mit Hast, mit Hast, Wie säumig dünkt mich dein Jagen! In den Wald,…

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Mittsommernacht. – Emanuel Geibel

Mittsommernacht. Durchs Gewölk die Sterne lauschen, Und der Lilie Duft erwacht; Willst du mich, wie sonst, berauschen, Dunkelschwüle Sommernacht? Deiner Elfen Schwärme kreisen Lockend wieder…

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Krokodilromanze – Emanuel Geibel

Krokodilromanze Ich bin ein altes Krokodil Und sah schon die Osirisfeier; Bei Tage sonn ich mich im Nil, Bei Nacht am Strande leg ich Eier….

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Ich bin die Rose auf der Au… – Emanuel Geibel

Ich bin die Rose auf der Au… Ich bin die Rose auf der Au, Die still in Düften leuchtet; Doch du, o Liebe, bist der…

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Halte die Hoffnung fest! – Emanuel Geibel

Halte die Hoffnung fest! Wenn der Morgen, der heute tagt, Nichts als Trümmer dich schauen läßt, Unter Trümmern noch unverzagt Halt im Herzen die Hoffnung…

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Fragment – Emanuel Geibel

Fragment Die Nacht ist lau, die Schwäne kreisen, Entschlummert scheinen Blüt’ und Blatt, Lehn’ dich auf des Geländers Eisen, Dort zeigt am schönsten sich die…

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Du fragst mich, du mein blondes Lieb… – Emanuel Geibel

Du fragst mich, du mein blondes Lieb… Du fragst mich, du mein blondes Lieb, Warum so stumm mein Mund? Weil mir die Liebe sitzet, Heimlich…

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Des Zechers Traum – Emanuel Geibel

Des Zechers Traum Mit den Freunden bei der mächt’gen Bowle Hatt’ ich tief bis in die Nacht gesessen; Sieh, da kam im Schlaf ein seltner…

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Der gestrenge Kritikus – Emanuel Geibel

Der gestrenge Kritikus Ich hört’ einmal ein Brüllen groß, Schon dacht’ ich: »Himmlischer Vater! Das ist ein Leu!« Doch fand ich bloß Einen ganz gewöhnlichen…

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Auf keinen Fall – Emanuel Geibel

Auf keinen Fall Auf keinen Fall gestehe Du der Mittelmäßigkeit was zu. Hast Du Dich erst mit ihr vertragen, dann wird´s Dir bald bei ihr…

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Ach, wohl war dir hienieden… – Emanuel Geibel

Ach, wohl war dir hienieden… Ach, wohl war dir hienieden, Als dein Lenz noch gewährt, Viel vor andern beschieden, Was das Leben verklärt. Wo durchs…

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Zigeunerliedchen I – Emanuel Geibel

Zigeunerliedchen I Unter die Soldaten ist ein Zigeunerbub’ gegangen, Mit dem Handgeld ging er durch, und morgen muß er hangen. Holten mich aus meinem Kerker,…

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Weihnacht. – Emanuel Geibel

Weihnacht. Wie bewegt mich wundersam Euer Hall, ihr Weihnachtsglocken, Die ihr kündet mit Frohlocken, Daß zur Welt die Gnade kam. Überm Hause schien der Stern,…

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Theodor Körner. – Emanuel Geibel

Theodor Körner. Als wider Frankreichs räuberischen Geier Das Weidwerk anhub durch die deutschen Lande, Da schoß, die Seelen zu geweihtem Brande Entzündend, Blitz auf Blitz…

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Sanssouci. – Emanuel Geibel

Sanssouci. Dies ist der Königspark. Rings Bäume, Blumen, Vasen! Sieh, wie ins Muschelhorn die Steintritonen blasen! Die Nymphe spiegelt klar sich in des Beckens Schoß:…

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Nordostwind hatten wir… – Emanuel Geibel

Nordostwind hatten wir… Nordostwind hatten wir, die See ging hoch; Die Wogen rollten an mit schäum’gem Kamme Und spritzten gischend aus am Hafendamme, Der Tag…

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Meiden. – Emanuel Geibel

Meiden. Es schleicht ein zehrend Feuer Durch mein Gebein; Mein Schatt’ ist mir nicht treuer Wie diese Pein. Ich höre die Stunden ziehen Trüben Gesichts;…

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Jägers Liebe – III. – Emanuel Geibel

Jägers Liebe – III. 3. Hörst du mein Horn erklingen, Du wunderschöne Maid? Es fleht zu dir: O flieh mit mir! Mein Rappe steht bereit….

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Herbstlieder – Emanuel Geibel

Herbstlieder 1. Nun strömet klar von oben Der Tag ins Land herein, Aus tiefem Blau gewoben Und lichtem Sonnenschein. Es will noch einmal blühen Der…

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Gnomen – I. – Emanuel Geibel

Gnomen – I. 1. Bist du der Selbstsucht los, so gehorche der ahnenden Seele, Und das Bezweifeln der Welt störe dir nimmer den Weg; Folge…

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Eros, der Schenk. – Emanuel Geibel

Eros, der Schenk. Ich wähle mir den Liebesgott zum Schenken, Er füllt den Becher mir aus Zauberkrügen Und weiß das Herz in seliges Genügen, Den…

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Die Verlassene – Emanuel Geibel

Die Verlassene O singt nur ihr Schwestern mit fröhlichem Mund, Und führet den Reigen im Lindengrund Mit den Burschen bei Cithern und Geigen! – Mich…

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Der Ulan. – Emanuel Geibel

Der Ulan. Oktober 1870. Frühmorgens um vier, eh’ die Hähne noch krähn, Da sattelt sein Roß der Ulan Und reitet, den Feind und das Land…

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Das sterbende Kind. – Emanuel Geibel

Das sterbende Kind. Wie doch so still dir am Herzen Ruhet das Kind! Weiß nicht, wie Mutterschmerzen So herbe sind. Auf Stirn und Lippen und…

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An König Wilhelm. – Emanuel Geibel

An König Wilhelm. Lübeck, den 13. September 1868. Mit festlich tiefem Frühgeläute Begrüßt dich bei des Morgens Strahl, Begrüßt, o Herr, in Ehrfurcht heute Dich…

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Zu Volksweisen – I. – Emanuel Geibel

Zu Volksweisen – I. 2. Schottisch Weit, weit aus ferner Zeit Aus grüner Jugendwildnis Grüßt mich in Lust und Leid Ein wundersames Bildnis. Wohl kenn’…

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Winter in Athen. – Emanuel Geibel

Winter in Athen. Winter mit den eis’gen Locken War mir immer sonst so leid, Denn er hielt mit seinen Flocken Alle Freuden eingeschneit. Wenn die…

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Vom Beten. – Emanuel Geibel

Vom Beten. Du sagst, du magst nicht beten, denn es sei Doch alles vorbestimmt. – Wie? Ist dein Gott Denn schon gestorben, seine heil’ge Vorsicht…

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Sonett. – Emanuel Geibel

Sonett. Der Acker, ewig umgewühlt vom Pfluge, Erschöpft sich endlich, gute Frucht zu tragen: So wird zuletzt nach höchster Blüte Tagen Der Geist der Völker…

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Prolog zur Friedensfeier. – Emanuel Geibel

Prolog zur Friedensfeier. Den 22. März 1871. Nun hallen fern des Krieges Donner aus, Und heimwärts zieht, den Helm mit Laub bekränzt, Mit weh’nden Fahnen…

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Nach zehn Jahren – Emanuel Geibel

Nach zehn Jahren In der Schwester Haus nach langer Irrfahrt Trat ich ein; da hört’ ich’s drinnen jauchzen Hell von unbekannten Kinderstimmen. Sieh, und im…

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Lied des Korsaren – Emanuel Geibel

Lied des Korsaren Gut der Wind, und fest das Steuer, Leuchtend Silbergrün das Meer, Über uns der Sterne Feuer – Gebt die Mandoline her! Syrakuser…

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Im Grafenschlosse. – Emanuel Geibel

Im Grafenschlosse. I. Sie waren alle in den Forst hinaus, Den Hirsch mit Büchs’ und Messer zu erlegen; Ich saß allein im alten Grafenhaus, Und…

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Herbstblätter – IV. – Emanuel Geibel

Herbstblätter – IV. 4. Held Parzival, der Junge, kam zum Grale Und wußt’ es nicht, doch fühlt er ungesehen Des Friedens Hauch in seinen Locken…

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Für Musik – Emanuel Geibel

Für Musik Nun die Schatten dunkeln, Stern an Stern erwacht: Welch ein Hauch der Sehnsucht Flutet in der Nacht! Durch das Meer der Träume Steuert…

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Einer jungen Freundin. – Emanuel Geibel

Einer jungen Freundin. (Mit Gedichten.) Es kommt dies Büchlein zu dir fein Und möchte gern dein Garten sein. Zwischen den Blumen, die ihn zieren, Führ…

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Die Kinder schlummern – Emanuel Geibel

Die Kinder schlummern Einstmals hab ich ein Lied gewußt, Einst, in goldenen Stunden, Sang ich’s, da ich ein Kind noch war, Aber mir ist’s entschwunden….

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Der Rhein. – Emanuel Geibel

Der Rhein. O Sohn der Alpen, in krystallnen Wiegen Genährt von Gletscherbrüsten, heil’ger Rhein, Wenn du dem blauen Schweizersee entstiegen Dich jauchzend warfst vom schroffen…

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Cita mors ruit – Emanuel Geibel

Cita mors ruit Der schnellste Reiter ist der Tod; Er überreitet das Morgenrot, Des Wetters rasches Blitzen; Sein Roß ist fahl und ungeschirrt, Die Senne…

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Am Waldsee. – Emanuel Geibel

Am Waldsee. Da draußen an der Halde, Da singt ein Vöglein frei: Jung Blut, geh’ nicht zu Walde, Im Walde wohnt die Fei. Bei Tag…

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Wie Alf und Erek erschlagen wurden – Emanuel Geibel

Wie Alf und Erek erschlagen wurden In kühler Morgenstunde, da der junge Tag Mit rosenroten Wangen noch auf den Bergen lag, Da war auf Alfheims…

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Unruhiger Sinn – Emanuel Geibel

Unruhiger Sinn Es treibt mich stets ein wechselndes Verlangen: Bald möcht’ ich unter meiner Heimat Linden Am eignen Herd ein schattig Plätzchen finden, Um dort…

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Sei getrost – Emanuel Geibel

Sei getrost Sei getrost, und ob die Stunden Rascher Jugend dir verweht! Hast du doch in dir gefunden, Was unalternd fortbesteht: Kannst du ringend doch…

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O du, vor dem die Stürme schweigen. – Emanuel Geibel

O du, vor dem die Stürme schweigen. O du, vor dem die Stürme schweigen, Vor dem das Meer versinkt in Ruh, Dies wilde Herz nimm…

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Mittagstille – Emanuel Geibel

Mittagstille An Friedrich Ahlbeck. Welche tiefe Mittagsschwüle Lagert überm Tal und zieht mich Auf das weiche Moos hernieder, Das, ein grün und goldner Teppich, Sich…

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Kriegslied. – Emanuel Geibel

Kriegslied. Juli 1870. Empor mein Volk! Das Schwert zur Hand! Und brich hervor in Haufen! Vom heil’gen Zorn ums Vaterland Mit Feuer laß dich taufen!…

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Hoffnung. – Emanuel Geibel

Hoffnung. Und dräut der Winter noch so sehr Mit trotzigen Gebärden, Und streut er Eis und Schnee umher, Es muß doch Frühling werden. Und drängen…

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Hanseatisches Festlied. – Emanuel Geibel

Hanseatisches Festlied. (Am Tage des Aufziehens der Bundesflagge.) Es ist erwacht mit hellem Schall Ein wunderkräftig Wort, Das schwingt wie Osterglockenhall Von Gau zu Gau…

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Feierabend. – Emanuel Geibel

Feierabend. Wie sich am westlichen Himmel Hinter den Bergen im Purpurgeflock Die Sonne verliert, Atmet die Brust freudiger auf, Und saugt begierig Den kühl erfrischenden…

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Ehespruch. – Emanuel Geibel

Ehespruch. Das ist die rechte Ehe, Wo zweie sind gemeint, Durch alles Glück und Wehe Zu pilgern treu vereint: Der eine Stab des andern Und…

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Deutsche Klagen vom Jahr 1844. – Emanuel Geibel

Deutsche Klagen vom Jahr 1844. I. So wie der Hirsch, verletzt von Pfeil und Speer, Ins Dickicht fleucht, um einsam zu verenden, So flücht’ ich…

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Der Geist von Würzburg – Emanuel Geibel

Der Geist von Würzburg Zu Würzburg in der güldnen Blum’, Da, sagt man, geht ein Geist herum, Der hat dem Wirt von Mitternacht Bis Eins…

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Auf glatten Fluten schwamm der Abendstern… – Emanuel Geibel

Auf glatten Fluten schwamm der Abendstern… Auf glatten Fluten schwamm der Abendstern, Ein grünlich Gold umdämmerte die Fluren: Die Türme Lübecks spiegelten sich fern, Und…

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Abschied von Sankt Goar – Emanuel Geibel

Abschied von Sankt Goar (In Freiligraths Album.) Wie flog im Land des Rheines So rasch die Sommerszeit! Schon dunkelt blauen Scheines Die Traube weit und…

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Wort und Schrift. – Emanuel Geibel

Wort und Schrift. O Wunder sonder Gleichen, wie im Laut Sich der Gedanke selbst das Haus gebaut! O zweites Wunder, wie dem Blick die Schrift…

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Wandrers Nachtlied. – Emanuel Geibel

Wandrers Nachtlied. Vergangen ist nun manch ein Jahr, Daß ich hier jung und fröhlich war; Da schritt ich oft des Wegs daher, Nun kenn’ ich…

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Tannhäuser. – Emanuel Geibel

Tannhäuser. Wie wird die Nacht so lüstern! Wie blüht so reich der Wald! In allen Wipfeln flüstern Viel Stimmen mannigfalt. Die Bächlein blinken und rauschen,…

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