Schweizertreue – August Friedrich Langbein

Schweizertreue Gränzirrung hatte vor alter Zeit Die Nachbarn Uri und Glarus entzweit. Friedliebend ward von den Eidgenossen Am Ende dieser Vertrag geschlossen: “Wann nächstens der…

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Klagelied Eines Armen Schulmeisters – August Friedrich Langbein

Klagelied eines armen Schulmeisters Vom Meere kommt mir eine Kunde, Die mir Verderben droht. Sie nimmt das Brod mir aus dem Munde, Mein schwer verdientes…

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Ergebung – August Friedrich Langbein

Ergebung Am Siechbett ihres Gatten, Der in das Reich der Schatten Bald abzureisen fertig schien, Lag Sara betend auf den Knien. “Was ist denn eben,”…

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Die Mönchsehe – August Friedrich Langbein

Die Mönchsehe Legende. Der heil’gen Agnes Bildniß war In einem Kloster aufgehangen, Und ihrer Himmelsschönheit Prangen Ergriff die Augen wunderbar. Ein Mönch stand Tage lang…

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Die Beiden Vögel – August Friedrich Langbein

Die beiden Vögel Es gibt zwei Vögel, sie sind bekannt, Sie heißen Habich und Hättich. Fromm ruhet Jener euch in der Hand, Doch dieser fliehet…

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Der Trinker An Den Veteran Der Liebe – August Friedrich Langbein

Der Trinker an den Veteran der Liebe Graues Mannlein, seh’ dich hier Zu den Rheinweinflaschen! Es geziemt nicht dir und mir, Daß wir Küsse naschen….

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Der Kornwucherer Und Die Kartoffel – August Friedrich Langbein

Der Kornwucherer und die Kartoffel Der Wucherer. Ewig sei von mir verflucht, Du verhaßte Pöbelfrucht! Dich gebar der Schoos der Erde Für den Schlund der…

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Der Frauenfeind – August Friedrich Langbein

Der Frauenfeind Der Ritter Bernd, ein Hagestolz, War fest und hart, wie Eichenholz; Doch endlich griff mit scharfem Zahn Auch ihn der Wurm des Alters…

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Das Spielzeug – August Friedrich Langbein

Das Spielzeug Des Riesen Tochter kam vom Berge Zum ersten Mal auf’s flache Land. Es schien ihr eine Welt voll Zwerge, Und alles war ihr…

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An Minna – August Friedrich Langbein

An Minna Wie lange, Minna, soll mein Lied Zu deinen Füßen trostlos girren? Wann wirst du den, der für dich glüht, Mit Schmeichelwörtchen zu dir…

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Warnung – August Friedrich Langbein

Warnung Nur ein Weilchen bläht der Mai, Und dann huscht er schnell vorbei. Mädchen, merket, was ich sage! Flügel haben uns’re Tage. Endlich welken Blum’…

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Poesie Des Lebens – August Friedrich Langbein

Poesie des Lebens Das Leben ist ein schöner Baum; Die goldnen Früchte glänzen, Und wirthlich gibt er Schattenraum Zu Spielen und zu Tanzen. Geflügelt schwingt…

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Johann Friedrich, Churfürst V. Sachsen, Und Lucas Crana… – August Friedrich Langbein

Johann Friedrich, Churfürst v. Sachsen, und Lucas Crana… Bei Mühlberg siegte Kaiser Karl Mit seiner Heeresmacht. Der Churfürst ward im eignen Land Gefangen und bewacht….

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Die Wegweiser – August Friedrich Langbein

Die Wegweiser Der Heiland und Sankt Petrus gingen In trautem Gespräch von geistlichen Dingen Einsmals selbander über Land. Die Gegend war ihnen wohlbekannt, Bis sie…

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Die Hunde – August Friedrich Langbein

Die Hunde Windhunde, Möps’ und Pudel stritten Um eine Hündin sich herum, Und ärgerten durch ihre frechen Sitten Das ganze keusche Publikum, Ein Bürger zog…

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Dichter Und Wechsler – August Friedrich Langbein

Dichter und Wechsler Eine wahre Anekdote. “Der Seelenruhe!” schrieb ein edler Dichter Hell über seines Gartenhauses Thür. Doch ach! der Blumen Zier Erfreut’ er sich…

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Der Späte Freier – August Friedrich Langbein

Der späte Freier Ein Wüstling wurde schwach und grau, Trug Gicht und kahlen Kopf zur Schau, Und niemals wies er einen Zahn, Ward ihm auch…

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Der Junge Soldat – August Friedrich Langbein

Der junge Soldat Wohlan, wohlauf! Es lohnt mit hoher Ehre, Ein tapfrer Mann zu sein. Der ehrene Wald der blitzenden Gewehre Sei mir ein Lorbeerhain!…

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Der Adler Und Die Schnecke – August Friedrich Langbein

Der Adler und die Schnecke Adler: Wie find’ ich dich, du träges Tier, auf diesem Eichenwipfel hier? Wie kamst du her? – So rede doch!…

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Das Herzfenster – August Friedrich Langbein

Das Herzfenster Momus, der bekannte Spötter Ueber alles Thun der Götter, Sprach zum Feuergott Vulkan: “Alter Meister, schmiede Waffen! Darin hast du was gethan; Doch…

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Amors Entwaffnung – August Friedrich Langbein

Amors Entwaffnung Umsonst, daß man dem lieben Mond erzählet, Was Amor uns gethan! Der kleine Schütz, deß Bogen nimmer fehlet, Rückt dennoch wieder an. Er…

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Verwandlungen – August Friedrich Langbein

Verwandlungen Ei, wie behend sind die lustigen Knaben! Heisa, zum Spielplätze stürmet ihr Lauf! Springen wie Hirschlein dort über den Graben, Klettern wie’s Eichhorn den…

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Muth Im Unglück – August Friedrich Langbein

Muth im Unglück Es ist des Schicksals alte Weise, Daß es nicht immer hold uns lacht; Es tritt oft in der Menschen Kreise, So furchtbar…

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Gruß Der Freude Nach Dem Frieden Von Tilsit – August Friedrich Langbein

Gruß der Freude nach dem Frieden von Tilsit Was schwebt für ein Engel aus Wolken hervor Und schwinget den Palmzweig des Friedens empor? Er streifet…

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Die Spinne – August Friedrich Langbein

Die Spinne Der Kanzler eines Fürsten Durchzog einst selbst sein Haus Mit Besemen und Bürsten, Trieb jedes Stäubchen aus. Das Kunstwerk einer Spinne, In eines…

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Die Fünf Zeitwörter – August Friedrich Langbein

Die fünf Zeitwörter Praesens imperfectum – perfectum et plusquam – perfectum futurum. Die Zeitwörter lehrt die Sprachkunst ganz trocken; Doch liegt in den todten lateinischen…

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Der Wunsch – August Friedrich Langbein

Der Wunsch Frau Rabenherz gab ihren Hunden, Sechs oder sieben an der Zahl, Tagtäglich in den Speisestunden Ein wohlbesorgtes Leckermahl; Doch ihre guten Kinder litten,…

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Der Mund Und Die Augen – August Friedrich Langbein

Der Mund und die Augen Die Augen stritten mit dem Munde Und sagten frei, Daß er zu einem Liebesbunde Nicht nöthig sei. “Ha!” rief er…

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Der Harfner – August Friedrich Langbein

Der Harfner Ich wander fröhlich hin und wieder Mit meinem Saitenspiel, Seit jüngst ein Strahl auf mich hernieder Aus Engelsaugen fiel. Da schwand der Gram…

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David Unsterns Klagelieder – August Friedrich Langbein

David Unsterns Klagelieder Nein, ich kann nicht länger schweigen! Höre, Welt, wie mir’s ergeht, Wie sich immerfort ein Reigen Böser Geister um mich dreht. Alle…

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Charaden – August Friedrich Langbein

Charaden 1. Es gibt ein Völkchen in der, Welt, Das sich gar überfreundlich stellt, Uns aber herzlich schlecht gefällt, Wenn es mit leerer Hoffnung schnellt,…

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Schlesisches Wanderlied – August Friedrich Langbein

Schlesisches Wanderlied Das Riesengebirg bewohnet ein Geist, Der Rübezahl heißt, Doch läßt er sich ungern so schelten. Er ist gar ein drolliger, guter Compan, Nur…

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Kunst Und Natur – August Friedrich Langbein

Kunst und Natur Mit schlauem Mienenspiel und leichten, losen Scherzen, Gab ein zum Tanz geschmückter Damenkreis, Bei vortheilhaftem Licht der Herzen, Des Schneiders Kunst, des…

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Ein Wort An Die Gerechtigkeit – August Friedrich Langbein

Ein Wort an die Gerechtigkeit Du dort mit der Augenbinde Spielest ehrbarlich die Blinde, Mit bekannter Weiberlist; Doch wie kannst du blind errathen, Ob des…

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Die Masken – August Friedrich Langbein

Die Masken Einst prunkte der Tod nicht im heutigen Glanze: Er forderte nackend die Menschen zum Tanze. Man sieht noch auf Bildern zum Ball ihn…

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Die Belagerung – August Friedrich Langbein

Die Belagerung Vor alter Zeit ward eine Stadt Von Feinden eingeschlossen, Und Tag und Nacht mit einer Saat Von Kugeln heiß begossen. Die Mauer trotzte…

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Der Tintenteufel – August Friedrich Langbein

Der Tintenteufel Es wollt’ ein finstrer Bücherwurm Ein heitres Werkchen schreiben, Und lief recht auf sich selber Sturm, Die Arbeit zu betreiben. Er trat, wie…

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Der Kranke – August Friedrich Langbein

Der Kranke Ach, da kommt der Arzt gefahren, Und mir graut vor seinen Waren, Leutchen, laßt ihn nicht herein! Sagt, es habe mich Freund Hein…

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Der Erste Ring – August Friedrich Langbein

Der erste Ring Das Feuer war einst nur der Götter Eigenthum, Und sie versagten es dem sterblichen Geschlechte; Doch dieses Privilegium Verloren bald die hohen…

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Das Schlüsselloch – August Friedrich Langbein

Das Schlüsselloch Leander ging am Morgen aus Und kam im Sprunge wieder nach Haus. “Lieb’ Weibchen,” sagt’ er, “bereite frisch Uns einen herrlichen Mittagstisch! Wir…

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An Kornwucherer – August Friedrich Langbein

An Kornwucherer Im Brachmonat 1817 Gebeugt, wie ein geschlagnes Heer, Und ohne Trost und Rath, Umwandelt ihr das grüne Meer Der hoffnungsvollen Saat. Verdrießt’s euch,…

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Wiegenlied – August Friedrich Langbein

Wiegenlied für die Gattin eines Dichters Mein Liebchen, thu deine Guckäugelein zu ! Mit rosigen Armen umfange dich Ruh! Gib nicht mehr auf deinen lieb…

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Peters Heirath – August Friedrich Langbein

Peters Heirath Guter Wein war Peters Sache, Und er sucht’ ein reiches Weib, Daß er dann am Traubenbache Ruhig pflege seinen Leib. Alles andre schien…

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In Sandländern Zu Singen – August Friedrich Langbein

In Sandländern zu singen Was scheltet ihr den lieben Sand, Worin wir so bequem hier nisten? Ich lobe mir dies weiche Land: Denn da nur…

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Die Wachtel Und Ihre Kinder – August Friedrich Langbein

Die Wachtel und ihre Kinder Hoch wallte das goldene Weizenfeld Und baute der Wachtel ein Wohngezelt. Sie flog einst früh in Geschäften aus Und kam…

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Die Hinterthüre – August Friedrich Langbein

Die Hinterthüre Ein junges Weibchen hatte Viel Höfler um sich her. Der ehrenfeste Gatte Schalt häufig den Verkehr. Doch Hedwig sprach: “Was keifest Du? Geht…

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Deutsche Volkstracht – August Friedrich Langbein

Deutsche Volkstracht Einem Maler ward einst aufgegeben: “Mal’ Europens Völker nachdem Leben! Male mir mit bunter Farbenpracht Jedes Volk in seiner Eigentracht!” Und der Maler…

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Der Schneider Und Sein Beichtvater – August Friedrich Langbein

Der Schneider und sein Beichtvater “Schon fertig? — Ei, mein lieber Meister, Das Schuldregister war sehr klein, Und mag nicht ohne Lücken sein! Erleichtert Euer…

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Der Junge Landmann – August Friedrich Langbein

Der junge Landmann Ihr Junker mit den Federhüten, Verhöhnt mich, wenn es euch beliebt, Daß nur der Apfelbaum mir Blüten Zum Kranze meines Strohhuts gibt!…

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Denksprüche Und Andere Einfälle – Vi. – August Friedrich Langbein

Denksprüche und andere Einfälle – VI. 51. Es fand ein Frosch einen Heller am Teich, Saß drauf und quakte: Respekt! ich bin reich! 52. Das…

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Das Großvaterlied – August Friedrich Langbein

Das Großvaterlied Als der Großvater die Großmutter nahm, Da wußte man nichts von Mamsell und Madam. Die züchtige Jungfrau, das häusliche Weib, Sie waren acht…

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Amor An Die Dichterlinge – August Friedrich Langbein

Amor an die Dichterlinge Ihr Herrchen tändelt oft mit mir; Das will mir länger nicht behagen. Sagt, warum werd’ ich für und für Als Kind…

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Trinklied Für Alte Herren – August Friedrich Langbein

Trinklied für alte Herren Das junge Völkchen mag sich tummeln! Ein Alter sitzt gern fest beim Wein. Wir schwärmten einst auch, wie die Hummeln, Durch…

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Litanei – August Friedrich Langbein

Litanei Behüt’ uns, Herr, vor blindem Aberglauben, Und laß uns nun von rohen Geistern nicht Den goldnen Strahl des Lichtes wieder rauben, Der hell und…

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Freundschaft – August Friedrich Langbein

Freundschaft Die Freundschaft ward im Himmel geboren. Und hatte dort hohen, göttlichen Rang; Als aber hinauf zu ihren Ohren Die erste der Klagen des Kummers…

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Die Schöne Nachbarin – August Friedrich Langbein

Die schöne Nachbarin Seit ein Mädchen mich auf immer Nachbarlich gefesselt hat. Ich beneide keinen Fürsten, Der in Marmorsälen thront, Wo kein solches Mädchen wohnt….

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Die Feuersbrunst – August Friedrich Langbein

Die Feuersbrunst Der Bürgermeister Schmoll begab Im Zwielicht sich an’s Thor, Und raunte mit erhobnem Stab Dem Pförtner Kunz ins Ohr: “Kraft meines Amts, befehl’…

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Der Wilde Jäger Und Der Muthige Schneider – August Friedrich Langbein

Der wilde Jäger und der muthige Schneider Volkssage. Ein Schneider saß auf seinem Tisch Und nähte für sein Dörflein frisch. Es war schon gegen Mitternacht,…

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Der Mond An Die Dichter – August Friedrich Langbein

Der Mond an die Dichter Liebe Getreue, Wir haben in Gnaden Alle die Spenden empfahen, die ihr Uns auf den silbernen Wagen geladen, Wann wir…

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Der Hahn Und Die Rosse – August Friedrich Langbein

Der Hahn und die Rosse In einen Stall, wo Spanier und Britten Weißhafer speisten, kam ein lecker Hahn geschritten. “Prosit ihr Herr’n, wollt ihr nicht…

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