Pfingstsonntag – Annette von Droste-Hülshoff

Pfingstsonntag Still war der Tag, die Sonne stand So klar an unbefleckten Domeshallen; Die Luft, von Orientes Brand Wie ausgedörrt, ließ matt die Flügel fallen….

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Geplagt – Annette von Droste-Hülshoff

Geplagt Weh dem Knaben, der zwei Herrinnen hat! Verloren ist er, verloren! Ruft die Stimme und ruft sie dort: »Komm, binde mir die Sandalen! Gib’…

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Die Lerche – Annette von Droste-Hülshoff

Die Lerche Hörst du der Nacht gespornten Wächter nicht? Sein Schrei verzittert mit dem Dämmerlicht, Und schlummertrunken hebt aus Purpurdecken Ihr Haupt die Sonne; in…

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Der Greis – Annette von Droste-Hülshoff

Der Greis Allah! laß des Greises Los Mich nicht, des Greises, erleben! Aus dem Haupte das Haar ihm fällt Und des Bartes köstliche Zierde. Ach,…

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Blumentod – Annette von Droste-Hülshoff

Blumentod Wie sind meine Finger so grün, Blumen hab’ ich zerrissen; Sie wollten für mich blühn Und haben sterben müssen. Sie neigten sich in mein…

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Am vierzehnten Sonntage nach Pfingsten – Annette von Droste-Hülshoff

Am vierzehnten Sonntage nach Pfingsten Evang.: Vom Samaritaner Wer ist es, der mir nahe steht? Wen muß ich meinen Bruder nennen? Wem meine liebste Gabe…

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Am Feste Mariä Verkündigung – Annette von Droste-Hülshoff

Am Feste Mariä Verkündigung Ja, seine Macht hat keine Grenzen, Bei Gott unmöglich ist kein Ding! Das soll mir wie mein Nordlicht glänzen, Da meine…

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Verteufelt – Annette von Droste-Hülshoff

Verteufelt Naht, o naht dem Gewande nicht Des toten Hundes, des Giauren, Der erschlagen den Muselmann An Mekkas heiliger Pforte! Nehmt auch die kleinen Kinder…

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Mondesaufgang – Annette von Droste-Hülshoff

Mondesaufgang An des Balkones Gitter lehnte ich Und wartete, du mildes Licht, auf dich. Hoch über mir, gleich trübem Eiskristalle, Zerschmolzen schwamm des Firmamentes Halle;…

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Doppeltgänger – Annette von Droste-Hülshoff

Doppeltgänger Kennst du die Stunde, wo man selig ist In Schlaf und Wachens wunderlichem Segen? ‘s war eine Nacht, vom Taue wachgeküßt, Das Dunkel fühlt’…

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Die Bank – Annette von Droste-Hülshoff

Die Bank Im Parke weiß ich eine Bank, Die schattenreichste nicht von allen, Nur Erlen lassen, dünn und schlank, Darüber karge Streifen wallen; Da sitz’…

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Das Vermächtnis des Arztes – Annette von Droste-Hülshoff

Das Vermächtnis des Arztes Nicht wie vergangner Tage heitres Singen, – Der Ton, den ich in frischer Jugend fand, Nein, anders muß das düstre Lied…

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An Levin Schücking – Annette von Droste-Hülshoff

An Levin Schücking Kein Wort, und wär es scharf wie Stahles Klinge, Soll trennen, was in tausend Fäden eins, So mächtig kein Gedanke, daß er…

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Am siebenten Sonntage nach Pfingsten – Annette von Droste-Hülshoff

Am siebenten Sonntage nach Pfingsten Evang.: Von der Gerechtigkeit der Pharisäer Wo bist du, der noch unversöhnt mit mir? Gern will ich freudig meine Hand…

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Am einundzwanzigsten Sonntage nach Pfingsten – Annette von Droste-Hülshoff

Am einundzwanzigsten Sonntage nach Pfingsten Evang.: Vom hochzeitlichen Kleide An manchem Tag mein Haupt wie wüst und öde, Wie eingesargt mein Herz zu manchen Zeiten!…

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Unter der Linde – Annette von Droste-Hülshoff

Unter der Linde Es war an einem Morgen, Die Vöglein sangen süß, Und übern Rasen wallte Das schönste Blumenvließ. Das Börnlein mir zur Seite Sprang…

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Junge Liebe – Annette von Droste-Hülshoff

Junge Liebe Über dem Brünnlein nicket der Zweig, Waldvögel zwitschern und flöten, Wild Anemon’ und Schlehdorn bleich Im Abendstrahle sich röten, Und ein Mädchen mit…

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Die Steppe – Annette von Droste-Hülshoff

Die Steppe Standest du je am Strande, Wenn Tag und Nacht sich gleichen, Und sahst aus Lehm und Sande Die Regenrinnen schleichen — Zahllose Schmugglerquellen,…

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Der Strandwächter am deutschen Meere und sein Neffe vom… – Annette von Droste-Hülshoff

Der Strandwächter am deutschen Meere und sein Neffe vom… »Sieben Nächte stand ich am Riff Und hörte die Woge zerschellen, Taucht kein Segel, kein irres…

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Das Fräulein von Rodenschild – Annette von Droste-Hülshoff

Das Fräulein von Rodenschild Sind denn so schwül die Nächt’ im April? Oder ist so siedend jungfräulich Blut? Sie schließt die Wimper, sie liegt so…

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Am zweiundzwanzigsten Sonntage nach Pfingsten – Annette von Droste-Hülshoff

Am zweiundzwanzigsten Sonntage nach Pfingsten Evang.: Vom kranken Sohn des Königleins Der Sonnenstrahl, ein goldner Spieß, Prallt von des Sees kristallnen Flächen Und schwirrend um…

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Am Mittwochen in der Charwoche – Annette von Droste-Hülshoff

Am Mittwochen in der Charwoche Evang.: Von der Auferstehung der Toten Wohl, so will ich vorwärts gehen Mit der schwergepreßten Brust; Wird doch alles mir…

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Am Bodensee – Annette von Droste-Hülshoff

Am Bodensee Über Gelände, matt gedehnt, Hat Nebelhauch sich wimmelnd gelegt, Müde, müde die Luft am Strande stöhnt, Wie ein Roß, das den schlafenden Reiter…

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Poesie – Annette von Droste-Hülshoff

Poesie Frägst du mich im Rätselspiele, Wer die zarte lichte Fei, Die sich drei Kleinoden gleiche Und ein Strahl doch selber sei? Ob ich’s rate?…

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Gemüt – Annette von Droste-Hülshoff

Gemüt Grün ist die Flur, der Himmel blau, Doch tausend Farben spielt der Tau: Es hofft die Erde bis zum Grabe. Gewährung fiel dem Himmel…

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Die Krähen – Annette von Droste-Hülshoff

Die Krähen Heiß, heiß der Sonnenbrand Drückt vom Zenit herunter, Weit, weit der gelbe Sand Zieht sein Gestäube drunter; Nur wie ein grüner Strich Am…

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Der Heidemann – Annette von Droste-Hülshoff

Der Heidemann »Geht, Kinder, nicht zu weit ins Bruch, Die Sonne sinkt, schon surrt den Flug Die Biene matter, schlafgehemmt, Am Grunde schwimmt ein blasses…

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Carpe diem! – Annette von Droste-Hülshoff

Carpe diem! Letzte Gaben: Carpe diem! Pflücke die Stunde, wär’ sie noch so blaß, Ein falbes Moos, vom Dunst des Moores naß, Ein farblos Blümchen,…

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Am vierundzwanzigsten Sonntage nach Pfingsten – Annette von Droste-Hülshoff

Am vierundzwanzigsten Sonntage nach Pfingsten Evang.: Vom Zinsgroschen Gebt Gott sein Recht und gebt’s dem Kaiser auch! Sein Odem ist’s, der um den Obern schwebet,…

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Am Feste vom süßen Namen Jesus – Annette von Droste-Hülshoff

Am Feste vom süßen Namen Jesus Was ist süß wie Honigseim, Wenn er sich der Wab’ entgießt? Süßer ist des Lebens Keim, Der durch unsre…

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Vor vierzig Jahren – Annette von Droste-Hülshoff

Vor vierzig Jahren Da gab es doch ein Sehnen, Ein Hoffen und ein Glühn, Als noch der Mond »durch Tränen In Fliederlauben« schien, Als man…

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Meine Sträuße – Annette von Droste-Hülshoff

Meine Sträuße So oft mir ward eine liebe Stund’ Unterm blauen Himmel im Freien, Da habe ich, zu des Gedenkens Bund, Mir Zeichen geflochten mit…

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Durchwachte Nacht – Annette von Droste-Hülshoff

Durchwachte Nacht Wie sank die Sonne glüh und schwer, Und aus versengter Welle dann Wie wirbelte der Nebel Heer Die sternenlose Nacht heran! — Ich…

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Die ächzende Kreatur – Annette von Droste-Hülshoff

Die ächzende Kreatur An einem Tag, wo feucht der Wind, Wo grau verhängt der Sonnenstrahl, Saß Gottes hart geprüftes Kind Betrübt am kleinen Gartensaal. Ihr…

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Das verlorene Paradies – Annette von Droste-Hülshoff

Das verlorene Paradies Als noch das Paradies erschlossen war Dem ersten sündelosen Menschenpaar, Kein Gift die Viper kannte, keinen Dorn Der Strauch, der Leu und…

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An Kardinal Melchior Freiherr v. Diepenbrock – Annette von Droste-Hülshoff

An Kardinal Melchior Freiherr v. Diepenbrock Letzte Gaben: An Kardinal Melchior Freiherr v. Diepenbrock 9. Mai 1845Du, der ein Blatt von dieser schwachen Hand Gewünscht,…

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Am Sonntage nach Weihnachten – Annette von Droste-Hülshoff

Am Sonntage nach Weihnachten »Das Kind aber wuchs heran und ward gestärket, voll der Weisheit, und Gottes Gnade war mit ihm« An Jahren reif und…

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Am dritten Sonntage nach Pfingsten – Annette von Droste-Hülshoff

Am dritten Sonntage nach Pfingsten Evang.: Vom reichen Manne Doch zu dem Reichen Sprach Abraham: “Und hörten nie Sie Mosen noch Prophetenschar, Dann wahrlich nimmer…

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Unerhört – Annette von Droste-Hülshoff

Unerhört Der Ossa sprach zum Pelion: »Was ist für ein Klang in den Lüften? Singt wohl die sterbende Nachtigall? Oder eine verstoßene Huri? Zehnmal fielen…

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Im Moose – Annette von Droste-Hülshoff

Im Moose Als jüngst die Nacht dem sonnenmüden Land Der Dämmrung leise Boten hat gesandt, Da lag ich einsam noch in Waldes Moose. Die dunklen…

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Die Stadt und der Dom – Annette von Droste-Hülshoff

Die Stadt und der Dom Eine Karikatur des Heiligsten. »Der Dom! der Dom! der deutsche Dom! Wer hilft den Kölner Dom uns baun?« So fern…

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Der Tod des Erzbischofs Engelbert von Köln – Annette von Droste-Hülshoff

Der Tod des Erzbischofs Engelbert von Köln Der Anger dampft, es kocht die Ruhr, Im scharfen Ost die Halme pfeifen, Da trabt es sachte durch…

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Das einzige Kind – Annette von Droste-Hülshoff

Das einzige Kind »O schau, wie um ihr Wängelein Ein träumendes Lächeln bebt, Sieht sie nicht aus wie ein Engelein, Das über der Krippe schwebt?…

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Am zweiten Weihnachtstage – Annette von Droste-Hülshoff

Am zweiten Weihnachtstage (Stephanus) Jerusalem, Jerusalem! Wie oft erschollen ist sein Ruf; Du spieltest sorglos unter dem Verderben, unter Rosses Huf Und Rades Wucht. Schau,…

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Am letzten Tage des Jahres – Annette von Droste-Hülshoff

Am letzten Tage des Jahres (Silvester) Das Jahr geht um, Der Faden rollt sich sausend ab. Ein Stündchen noch, das letzte heut’, Und stäubend rieselt…

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Am Aschermittwoch – Annette von Droste-Hülshoff

Am Aschermittwoch Auf meiner Stirn dies Kreuz Von Asche grau: O schnöder Lebensreiz, Wie bist du schlau Uns zu betrügen! Mit Farben hell und bunt,…

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Pfingstmontag – Annette von Droste-Hülshoff

Pfingstmontag »Also hat Gott die Welt geliebt, daß er ihr seinen eingeborenen Sohn gesandt hat, damit Keiner, der an ihn glaubt, verloren gehe. – Wer…

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Freundlich – Annette von Droste-Hülshoff

Freundlich Und als ich nun gen Balsora kam, Da rief die Stimme vom Gitter: »Bist du es, Hassan, geliebter Freund? Komm herein, daß ich dich…

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Die junge Mutter – Annette von Droste-Hülshoff

Die junge Mutter Im grün verhangnen duftigen Gemach, auf weißen Kissen liegt die junge Mutter; wie brennt die Stirn! sie hebt das Auge schwach zum…

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Der Kaufmann – Annette von Droste-Hülshoff

Der Kaufmann Unglückselig der Kaufmann ist Und ganz von Sorgen befangen; An den Wolken hängt sein Blick, Am Flaume mißt er die Winde. Aber selig…

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Bezaubernd – Annette von Droste-Hülshoff

Bezaubernd Letzte Gaben: Bezaubernd Und wenn sie vorüber am Fenster geht, Und fällt ihr Schatten auf die Gasse, Da stehn die Jünglinge sinnberaubt Und wissen…

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Am vierten Sonntage nach Ostern – Annette von Droste-Hülshoff

Am vierten Sonntage nach Ostern »Ich gehe zu Dem, der mich gesandt hat.« Nicht eine Gnadenflamme hehr Vor deinem Volke soll ich gehn; Nein, ein…

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Am Feste der heiligen drei Könige – Annette von Droste-Hülshoff

Am Feste der heiligen drei Könige Durch die Nacht drei Wandrer ziehn, Um die Stirnen Purpurbinden, Tiefgebräunt von heißen Winden Und der langen Reise Mühn….

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Was bleibt – Annette von Droste-Hülshoff

Was bleibt Seh’ ich ein Kind zur Weihnachtsfrist, Ein rosig Kind mit Taubenaugen, Die Kunde von dem kleinen Christ Begierig aus den Lippen saugen, Aufhorchen,…

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Mein Beruf – Annette von Droste-Hülshoff

Mein Beruf »Was meinem Kreise mich enttrieb, Der Kammer friedlichem Gelasse?« Das fragt ihr mich, als sei, ein Dieb, Ich eingebrochen am Parnasse. So hört…

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Die Verbannten – Annette von Droste-Hülshoff

Die Verbannten Ich lag an Bergeshang, Der Tag war schon gesunken, In meine Wimper drang Des Westens letzter Funken. Ich schlief und träumte auch vielleicht,…

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Dichters Naturgefühl – Annette von Droste-Hülshoff

Dichters Naturgefühl Es war an einem jener Tage, Wo Lenz und Winter sind im Streit, Wo naß das Veilchen klebt am Hage, Kurz, um die…

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Das Wort – Annette von Droste-Hülshoff

Das Wort Das Wort gleicht dem beschwingten Pfeil, Und ist es einmal deinem Bogen In Tändeln oder Ernst entflogen, Erschrecken muß dich seine Eil’. Dem…

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An Joseph v. Laßberg – Annette von Droste-Hülshoff

An Joseph v. Laßberg Letzte Gaben: An Joseph v. Laßberg Zum Geburtstage am 10. April 1848Grad heute, wo ich gar zu gern Dir hätt’ ein…

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Am sechsundzwanzigsten Sonntage nach Pfingsten – Annette von Droste-Hülshoff

Am sechsundzwanzigsten Sonntage nach Pfingsten Evang.: Vom Greuel der Verwüstung Steht nicht der Greuel der Verwüstung da An heil’ger Stätte? Was träumen wir von Dingen,…

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