Muh Du Kuh – Andreas Kley

Muh du Kuh Am Rande von Neustrelitz, zwar alt, doch kerngesund, lebt lang schon Willi Welitz mit seinem treuen Hund. Bereits in aller Frühe spazieren…

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Mit Dem Phantom Nach Rom – Andreas Kley

Mit dem Phantom nach Rom Im Speisewagen der Mitropa sitzt eines Abends still und stumm, na, wer wohl? Das Phantom der Oper. Die anderen Gäste…

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Mathewunder – Andreas Kley

Mathewunder Der Lehrer kam zum Unterricht. Er setzte sich ans Pult. Er sprach: „Ich sehe Gunter nicht. Wer ist denn daran Schuld?“ Da stand der…

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Mach Mal Licht – Andreas Kley

Mach mal Licht Es ist keiner auf dem Flur. Das ist äußerst günstig. Komm, wir machen schnell „Amour“. Ach, was bin ich brünstig. Lass uns…

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Liebe Am Hafen – Andreas Kley

Liebe am Hafen Wie sich doch manchmal Leute ändern. Mein Opa beispielsweise war als Seemann Gast in allen Ländern. Nun kotzt er in die Hafenbar….

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Leben In Der Savanne – Andreas Kley

Leben in der Savanne Am Platz, auf dem sonst Affen laufen lag dampfend ein Giraffenhaufen, den Kurt, der Bulle, der beknackte, aus Spaß dort volle…

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Kunstgenuss – Andreas Kley

Kunstgenuss Ein philharmonisches Konzert, das ist, was man jetzt wieder schätzt. So geht es auch Herrn Kunibert, der sich im Sperrsitz niedersetzt. Den Taktstock schwingt…

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Kleiner Urlaub – Andreas Kley

Kleiner Urlaub Menschen, die sich Karten lösen und am Bahnsteig warten, dösen manchmal ein. Ganz einfach so. Und derweil im Traume Wellen landwärts weiß vom…

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Kerzen Und Dochte – Andreas Kley

Kerzen und Dochte Dass die Kerze gut gelocht werde (arme Kerze) bohrt sich stets der wilde Docht, bohrt sich, dass es schmerze, ungestüm von einem…

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Keene Sonne In Balin – Andreas Kley

Keene Sonne in Balin Ick lag mit Erna hintern Ginsta. Da wurde ett uff eenma finsta. Und ick liebkoste Erna sachte, wie man in Dunkeln…

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Italien, Anno 1216 – Andreas Kley

Italien, anno 1216 Winter ist’s, der Wind weht eisig. Unterm Reisig hockt ein Zeisig und erwartet dort den Lenz. Der jedoch lässt auf sich warten….

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In Die Kühle Nacht Hinein – Andreas Kley

In die kühle Nacht hinein Abends tanzen Nerz und Zobel ausgelassen und verwegen einen wilden Pasodobel in vergitterten Gehegen. Heut sind sie noch guter Dinge….

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Im Wind – Andreas Kley

Im Wind Dinge, die im Wind geschehen, kann im Grunde nur ein Kind, wirklich nur ein Kind verstehen. Nämlich Dinge, die im Wind, Dinge, die…

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Im Grunde, Oma – Andreas Kley

Im Grunde, Oma Im Grunde, Oma, warst du ja ganz nett. Hast mich nur manchmal mit dem Stock verdroschen. Und stecktest mich danach sofort ins…

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Hört Zu – Andreas Kley

Hört zu Hunde, die in Löchern leben, wirken reichlich knöchern neben den geschniegelten Gesellen, denen Herrchen schon am Morgen einen vollen Napf besorgen und in…

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Herbst – Andreas Kley

Herbst Durch das offne Fenster bricht leicht verstaubtes Morgenlicht. Und ein Gärtner, alt und taub, fegt im nahen Park das Laub. Hebt der Nebel sich,…

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Hals Über Kopf – Andreas Kley

Hals über Kopf Wer läuft mit einer krausen Schleppe, die feuchten Lippen bebend, im Hochzeitskleid zur Außentreppe? Die Braut, zur Zeit noch lebend, in Kleid…

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Gut Gekontert – Andreas Kley

Gut gekontert Und naht der Tod auf leisen Sohlen, nicht immer spät, oft vor der Zeit, fühlst du dich wie auf heißen Kohlen und hörst…

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Gott Befohlen – Andreas Kley

Gott befohlen Am Kirchturm kreisen Dohlen. Sie kreisen. Gott befohlen. Sie kreisen schön. Sie kreisen zu leisen, alten Weisen, die fromme Engel summen. Falls diese…

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Gesellen Aus Novellen – Andreas Kley

Gesellen aus Novellen Der Schnee, vom Himmel schneit er in Winters kaltem Reich. Jedoch der Schimmelreiter jagt übern alten Deich. Man will noch „Hauke!“ schreien….

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Gegen Morgen – Andreas Kley

Gegen Morgen In der Nacht um kurz vor drei – still war es im Hause – fragte er sich, wo er sei. Und, nach einer…

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Für Die Katz – Andreas Kley

Für die Katz Zum Sohne sprach ein Vater einst: Was ist dir, Sohn? Ich seh, du weinst. Du weinst dich in den Schlummer. Empfindest du…

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Fragen Zum Abt – Andreas Kley

Fragen zum Abt Du fragst mich: Ist der Abt normal? Da könnt ich wirklich schreien. Denn jede Antwort ist fatal, egal, ob ja, ob nein….

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Fledderer – Andreas Kley

Fledderer Wenn ich zur noblen Bucht der Reichen eile, vom Wind in silberweißen Schaum getaucht, entdecke ich fast immer Leichenteile, die sind fast neu und…

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Etwas Windig – Andreas Kley

Etwas windig Hört ihr nicht das hohle Brausen draußen bei alten der Mole? Nein, das ist kein Ohrensausen. Das ist schweres Sturmgejohle. Wie die Wellen…

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Erkenntnis – Andreas Kley

Erkenntnis Du fielst vom Stuhl beim Abendbrot. Ich fragte zärtlich: Bist du tot? Du sagtest:Ja. Da war mir klar, dass ich wohl auch gestorben war….

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Einmal Rilke Sein – Andreas Kley

Einmal Rilke sein Ich möchte einmal Rilke sein. Ich, Robert Adolf Wilcke. Dann würd ich: Ich bin Rilke! schreien, Seht her! Ich bin der Rilke!…

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Ein Dinx – Andreas Kley

Ein Dinx Sphinx weder männ- noch weiblich ist. Sphinx ist allein nur Sphinx. Wir sehen zwar, was leiblich ist, doch da es unbeschreiblich ist, geschieht,…

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Du Insel – Andreas Kley

Du Insel Du Insel voller Schmetterlinge und vieler anderer netter Dinge, die zur Gestaltung schöner Stunden erfunden. Du Insel mit den weißen Stränden, wo Männer…

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Die Windharfe – Andreas Kley

Die Windharfe Im Herbst, da wehen scharfe Winde. Und wenn ich eine Harfe finde stell ich sie vor die Tür. Dann kann der Herbstwind seine…

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Die Nordsee Rauscht – Andreas Kley

Die Nordsee rauscht Heut ist der Schlick erstaunlich glatt. Erstaunlich, muss man sagen. Nur ein Kadaver liegt im Watt seit sechs bis sieben Tagen. Ein…

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Die Frau Aus Plauen – Andreas Kley

Die Frau aus Plauen Ist’s nicht der Mann aus Westerland, den man im Morgengrauen tot neben seiner Schwester fand? Ist’s nicht die Frau aus Plauen,…

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Deutschstunde – Andreas Kley

Deutschstunde Man sagt in meiner Nachbarschaft, dem armen, alten Hunde, der jeden Tag so achtbar klafft, dem schlage bald die Stunde. Ich frage nach: Ihr…

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Der Trieb – Andreas Kley

Der Trieb Es kennen nicht nur Jesuiten seit langer Zeit gewisse Riten. Ein Priester, um sich zu erbauen, verzichtet lebenslang auf Frauen. Sein Trieb wird…

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Der Mann Aus Wien – Andreas Kley

Der Mann aus Wien (zur Erinnerung an den österreichischen Volksschauspieler Hans Moser, der am 19. Juni 1964 in Wien starb) Was Wien zur Stadt der…

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Der Gute Geist Vom Bodensee – Andreas Kley

Der gute Geist vom Bodensee Am Bodensee bei Überlingen, da wuchsen einmal edle Reben, die über allem drüber hingen, womit wir Menschen uns umgeben. Sie…

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Dennoch Ein Gedicht – Andreas Kley

Dennoch ein Gedicht Wie seltsam klein ist unser Leben. Ein wenig Schlaf. Ein bisschen Sport. Viel Arbeit. Etwas Urlaub. Eben. Und irgendwann, da sind wir…

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Das Milde Licht – Andreas Kley

Das milde Licht Spät geht im Haus das Lichtel aus. Da kommt ein böser Wichtel raus, der anfangs noch im Schatten stand, die Fackel in…

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Damon – Andreas Kley

Damon Damon, oh Damon, du solltest dich was schämen. Was wär, wenn Leute kämen? Dann müsste ich mich grämen. Du kannst mich doch in Bremen…

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Blick Zum Orion – Andreas Kley

Blick zum Orion Wie bist du schön, oh Beteigeuze, die du in Nächten mir erscheinst. Ich weine dann. Und steh und schnäuze mich immer. Und…

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Beschränkt – Andreas Kley

Beschränkt Ich bin ein Mensch, der schwer begreift. Im Grunde bin ich dumm. Bis ein Gedanke in mir reift, sind vierzig Tage um. In vierzig…

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Bei Den Schären – Andreas Kley

Bei den Schären Es war einmal ein alter Schwede, der kriegte, wenn er wollte, jede. Da er jedoch nicht jede wollte, so kam es hin…

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Ausgeschlossen – Andreas Kley

Ausgeschlossen Man spielt mir häufig einen Streich. Da kann ich gar nichts machen. Ich fange an zu weinen gleich. Die anderen aber lachen. Ich sähe…

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Auf Einem Bein – Andreas Kley

Auf einem Bein Der Fluss ist da, wo er auch hingehört. In seinem Bett. Dort wälzt er sich dahin. Ich seh ihn jeden Tag. Ich…

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Ans Bett Gefesselt – Andreas Kley

Ans Bett gefesselt Es haben meine Lippen häufig die Lippen einer Frau geküsst. So auch Irenes. Sie war läufig. Ich dacht, dass sie was taugen…

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Am Schönen Niger – Andreas Kley

Am schönen Niger Ich spüre einen steifen Wind, gemischt mit warmem Regen. Aus Gräsern, die am Reifen sind, springt etwas mir entgegen. Erst leiste ich…

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Alles Unsinn – Andreas Kley

Alles Unsinn Die Sätze dem Sinn zu entheben, betrat ich vor Jahren die Welt, begann ich mein einsames Leben. Die Welt auf den Schädel gestellt….

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Abschied Von Der Familie – Andreas Kley

Abschied von der Familie Ade. Ich muss nun scheiden. Und Scheiden tut so weh. Ich kann euch wirklich leiden. Mit Nase, Ohr und Zeh. Mit…

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Zu Viel Gegeigt – Andreas Kley

Zu viel gegeigt Der Geiger, der auf Almen geigt, vor kühl ergrünten Halmen, ganz sicher nicht zu Palmen neigt, die in der Sonne qualmen. Würd…

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Wollunterhose – Andreas Kley

Wollunterhose Nun naht die Zeit der Winterkleidung, die nützlich ist, doch wenig ziert. Sie dient ausschließlich der Vermeidung, dass einem irgendwas erfriert. Schnell ist ja…

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Wiener Blut – Andreas Kley

Wiener Blut Wisst ihr, was Herr Wiener tut, wenn es dunkel wird in Wien? Er vergießt das Wiener Blut, wo die Donau fließt dahin. Blut…

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Wie Ein Denkmal – Andreas Kley

Wie ein Denkmal Wenn ich dusche nach dem Sport, müssen alle anderen warten. Oft geschah es, dass sie dort draußen mit den Füßen scharrten. Ja,…

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Welch Akt – Andreas Kley

Welch Akt Es dachte Otto Dix. beim Malen stets an nix, damit ein Bild gelang, wenn er den Pinsel schwang. Er sagte sich: Bleib sauber….

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Warum Liegt – Andreas Kley

Warum liegt Eine Mutter ist was wert; steht schon morgens in der Küche hinterm angeheizten Herd, kocht und murmelt wüste Flüche. Macht die Betten wenig…

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Vorlieben – Andreas Kley

Vorlieben Da war einmal ein Sachse, der mochte keine Haxe. Und weil er keine Haxen mochte, gebratene nicht und nicht gekochte, fuhr er auch nie…

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Vom Kranken Baum – Andreas Kley

Vom kranken Baum Da fällt das letzte Blatt vom Baum. Vom kranken Baum das letzte Blatt. Es fällt so leis, du hörst es kaum. Der…

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Verpfiffen – Andreas Kley

Verpfiffen Da war ein Mann in Siebenbürgen; der war rumänisch und trug Fell und konnte nach Belieben würgen. Er war wohl ziemlich kriminell. Dann kam’s,…

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Unterbrechung – Andreas Kley

Unterbrechung Ein Geier hockt auf einer Leiche. Begierig schlägt den Schnabel er tief in das tote Fleisch, das weiche. Auf einmal, dicht vom Nabel her,…

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Unangemeldeter Besuch – Andreas Kley

Unangemeldeter Besuch Vielleicht wird es an jenem Tage regnen. Vielleicht wird aber auch die Sonne scheinen. Ein großer, dunkler Mann wird dir begegnen. Du aber…

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Traum – Andreas Kley

Traum Er geht wie selbstverständlich frühmorgens aus dem Haus. Die Landschaft dort ist ländlich. Weit führt sein Weg hinaus. Hinaus ans Feld, wo Grannen noch…

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